St. Antonius Eichwalde & St. Elisabeth Königs Wusterhausen

 

Der Figurenschmuck von St. Elisabeth Königs Wusterhausen

Auffällig in der sonst eher spartanisch eingerichteten Kirche sind die drei Figuren aus Lindenholz im Altarraum. Alle drei Figuren stammen aus der Werkstatt des Cottbusser Holzschnitzers Felix Hertelt. Dargestellt sind ein Kruzifixus als Triumphkreuz, eine Mondsichelmadonna mit Jesuskind und ein Guter Hirte mit Lamm über der Schulter. Die Figuren wurden jedoch erst in der 1950er Jahren angeschafft.

Die Jesusfigur ist aber schon der dritte Korpus, der die Kirche ziert. Zur Kirchweihe im Jahr 1937 wurde übergangsweise ein Gipsmodell aus der Werkstatt des Berliner Künstlers Josef Dorls nach Königs Wusterhausen gebracht. Dorls sollte für die Gemeinde anschließend eine eigene Figur fertigen. Er modellierte zunächst ein Gipsmodell. Mit Ausbruch des Krieges war für eine Anfertigung aus Holz kein Geld und kein Material mehr vorhanden. So brachte man erst das Modell in die Kirche, um nach dem Krieg die Jesusfigur aus Holz zu schnitzen. Dorls starb jedoch 1945 und so hing das Gipsmodell fast zwanzig Jahre am Kreuz.

Von Josef Dorls stammen zwei weitere Figuren. Die aus Schamott gefertigte Elisabethfigur, das Rosenwunder darstellend, ziert seit 1937 die Turmfassade.

Im hinteren Bereich der Kirche, in einer Wandnische, befindet sich der Hl. Antonius von Padua mit einem Jesuskind auf dem Arm. Die ursprünglich weiße Figur wurde in den siebziger Jahren braun gestrichen.

Norbert Seyer